Google Street View: Wo ist Potenzial für den (Online-)Handel?

August 16, 2010 No Comments »

Vergangene Woche hatte Google angekündigt, seinen Dienst Google Street View auch in Deutschland einzuführen. Was ja zwangsläufig die unterschiedlichsten Reaktionen hervorrufen musste. Und so lassen Politiker ihre Häuser verpixeln, während sich die Digitale Bohéme über die neue "Digitale Öffentlichkeit" freut.

Google Street View

Die wirklich spannenden Zukunftsfragen aber stellen sich doch jenseits der ur-deutschen Datenschutz-Debatten. Denn Google Street View kann durchaus die Art und Weise verändern, wie wir Online-Inhalte künftig konsumieren:

"Sie planen einen Urlaub oder eine Geschäftsreise? Mit Street
View können Sie nicht nur das Hotel, sondern auch die Nachbarschaft in einer
360-Grad-Ansicht kennenlernen. Auch wenn Sie umziehen möchten und eine Wohnung suchen,
können Sie mit Street View die neue Gegend erkunden, so, als würden Sie sich in einem
dreidimensionalen Stadtplan bewegen."

Kein Wunder also, dass Immobilienhändler und Destinationen bereits heute von Google Street View profitieren können:

"Immobilienmakler können potenziellen Käufern oder Mietern Bilder von Immobilien zur
Verfügung stellen. Betten Sie Ihre Street View-Bilder mit dem Maps API einfach in Ihre Website ein."

Dabei soll es aber nicht bleiben. Denn künftig kann auch die Mode-Boutique aus der Nachbarschaft für ihr Angebot trommeln

"Werben Sie für Ihr Unternehmen mit Ihrer Gebäudefassade, interessanten Orten in der
Nähe oder Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps."

Was für einen Online-Händler also die klassische Website im offenen Internet ist, könnte künftig die Gebäudefassade für einen stationären Händler in Google Earth werden. Spannend ist das allein vor dem Hintergrund, da 3D-Shopping gerade auf Tablet-PCs stark an Bedeutung gewinnen könnte.

Google Street View jedenfalls verdeutlicht beispielhaft, wie Off- und Online-Handel immer stärker miteinander verschmelzen. So drängen Barcode-Scanner und Preisvergleichsdienste in lokale Ladengeschäfte, während diese wiederum im Web über Dienste wie Google Maps an Sichtbarkeit gewinnen.

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